Zum Nachdenken

(aktualisiert aufgrund Wahlkarten- und EU-Bürger-Einbeziehung). Die Wiederholung der Bezirksvertretungswahlen in der Leopoldstadt hat vor allem eines gezeigt: 64 Prozent der Wahlberechtigten war dieser Urnengang offensichtlich egal. Gerade einmal 36 Prozent sind wählen gegangen, eine von zehn Prozent der Wahlberechtigten gewählte Partei darf einen medial als Erdrutsch abgefeierten „Wahlsieg“ feiern. Die Wahrheit ist, dass, in absoluten Stimmen gerechnet, lediglich die Grünen den Großteil ihrer Wähler von 2015 erneut zur Urne gebracht haben. In absoluten Zahlen haben aber sogar sie als Wahlgewinner 1.192 Wähler weniger als 2015. Man kann es auch so formulieren, dann kommt das Ergebnis noch drastischer zum Ausdruck: Von 71.845 Wahlberechtigten Leopoldstädtern haben 25.143 ihre Stimme abgegeben, 46.702 haben ihre Stimme verweigert. Das sind rund fünf  Mal so viele Wähler, wie die nunmehr stärkste Partei gewählt haben. Die Menschen sind diesem Urnengang in großer Mehrheit fern geblieben, die Nichtwähler sind mit Riesen-Abstand stärkste „Partei“. Da heißt es FÜR ALLE nachdenken, relativ egal ob man rund 1.500 Wahlberechtigte von 71.845 Wahlberechtigten erreicht hat oder ob es rund 7.000 oder fast 9.000 waren.

Zum Zusammenzählen: Die SPÖ hat 10.482 Stimmen weniger als 2015, die FPÖ 4.931 weniger, die ÖVP 1.703 weniger, die Grünen 1.192 weniger, die Neos 1.308 weniger, WWW 100 weniger, ANDAS 675 weniger. Ein prozentuelles Plus ergibt sich also in allen betreffenden Fällen (FPÖ + 0,37; Grüne +13,19) nur durch die insgesamt geringe Wahlbeteiligung.

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