Und jetzt?

Nach einer etwas langen Schrecksekunde haben sich die Freiheitlichen also durchgerungen, Susanne Winter politisch in Pension zu schicken. Weil die Parteiführung ihre Aussagen auf Facebook tatsächlich unerträglich gefunden hat oder weil sie den medialen Druck verspürt hat, nun etwas tun zu müssen? Frau Winter war bekanntlich schon vorher aufgefallen und ist kein unbeschriebenes Blatt. So wie Kollege Höbarth, der innerhalb der FPÖ noch unbelangt ist.

Tatsächlich stehen die Freiheitlichen vor einer Richtungsentscheidung. Wollen sie ernst machen und sich von derartigen Funktionsträgern trennen oder bleibt der erzwungene Abgang einer Person eine durch öffentlichen Aufschrei (mit)erzwungene Ausnahme? Ist die FPÖ einfach eine rechtspopulistische Partei oder eine rechtspopulistische, die rechtsextreme Ränder duldet?

PS: die ganz Lustigen verbreiten jetzt über die sozialen Medien Posts und tweets, die eine etwaige „Keilung“ Winters durch ÖVP-Klubobmann Lopatka in den Raum stellen. Keiner der vom TS zur ÖVP gewechselten Mandatare ist aber je durch rassistische oder antisemitische Ausfälligkeiten aufgefallen. Da ist ein Unterschied, ein bedeutender noch dazu.

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