Plakatwelle

„Ich will ja gar nicht raunzen. Wahlkampf ist Zeit fokussierter Unintelligenz. Da passieren halt gelegentlich Dinge, die nicht gescheit sind – leider auch in der eigenen Partei.“ Das hat Michael Häupl, Bürgermeister von Wien, im Jahr 2005 gesagt. Dabei hat er damals die aktuellen Plakate der Wiener Parteien noch gar nicht gekannt. Beginnen wir bei den Neos. „G’scheite Kinder statt g’stopfte Politiker“ könnte am Populismus-Grad gemessen aus der FPÖ-Werkstatt stammen, reimt sich aber nicht. Und ist außerdem ziemlich nichtssagend. „Geld für Bildung statt für Bonzen“ von den Grünen klingt nicht nur sehr ähnlich wie der Neos-Spruch, er hat auch ähnlich viel Gehalt. Geringen. Die Blauen plakatieren ernsthaft die Oktober-Revolution und die SPÖ thematisiert die Probleme der Stadt, etwa so: „Wien ist die beste Stadt der Welt, aber was bringt Dir das, wennst keine Hacken hast?“ Mmmh. Wer regiert diese Stadt seit 1945 und wer stellt seit damals den Bürgermeister? Erraten, die SPÖ. Also plakatiert sie eigentlich ihr eigenes Versagen. Interessant.

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