Kasperlpolitik

„Derzeit liebäugle sie auch mit Regenbogen-Zebrastreifen, die sie in Neuseeland gesehen habe: ‚Wir werden das einmal prüfen‘, kündigte die Vizebürgermeisterin an“ kann man auf orf.at nachlesen und damit geht die Wiener Polit-Kasperliade (siehe auch die entsprechenden Berichte auf diesem Blog https://paulhefelle.wordpress.com/2015/05/12/wo-unser-geld-hinfliest/ bzw. https://paulhefelle.wordpress.com/2015/05/15/kultobjekte/) weiter.
Nachdem im Burgenland der dortige Landeshauptmann sich mir nix dir nix über die SPÖ-Doktrin „Nicht mit dieser FPÖ“ hinweggesetzt hat und in der Steiermark die SPÖ der ÖVP zur Fortsetzung der Reformpartnerschaft den Landeshauptmann überlassen hat, wirken Rot und Grün in Wien sehr nervös. Michael Häupl wird es denkbar schwer haben, sich als Bollwerk gegen Blau zu positionieren und ist vom noch immer ausgegebenen Wahlziel „Absolute“ meilenweit entfernt.
Die Grünen wiederum würden am liebsten gar nicht erst wählen lassen, anders ist Vassilakous derzeitige Medienarbeit – abgesehen von ober erwähnter teurer Symbolpolitik – nicht zu interpretieren.
Bettelnde Anbiederung
Denn die Koalitionsvarianten in der Steiermark und im Burgenland motivieren die Grünen nicht, zu sagen, warum man sie wählen sollte. Nein, sie führen lediglich dazu, dass die Vizebürgermeisterin von der SPÖ – von der man sich, nur zur Erinnerung, halbherzig getrennt hat ohne die Posten an den Regierungs-Futtertrögen aufzugeben – ein Bekenntnis zur Fortsetzung der Koalition. Allerdings nicht als grundsätzliche Aussage, wonach eine weitere Zusammenarbeit vorstellbar wäre (was so ungewöhnlich auch wieder nicht wäre). Nein, bettelnd-anbiedernd verlangt die Obergrüne, dass sich die SPÖ jetzt schon mehr oder weniger fix festlegen soll. (siehe auch http://wien.orf.at/news/stories/2715312/) Und schießt als Bestätigung noch eine Warnung nach, dass man nur ja nicht an eine Koalition mit der ÖVP denken soll. (siehe http://kurier.at/chronik/wien/wien-wahl-vassilakou-warnt-spoe-vor-koalition-mit-der-oevp/135.552.766).
Antwort C
Weil die SPÖ in der Steiermark den Landeshauptmann verloren hat. Fragt sich, welche Alternativen Vassilakou dort angedacht haben mag? Rot-Blau? Schwarz-Blau?
Egal. Die Grünen offenbaren, welche Art der Politik sie praktizieren. Teure PR-Aktionen, die niemanden helfen korrelieren mit einem beinahe schon hündisch wirkenden Betteln um die Fortsetzung der Koalition und einer konsequenten Nichtbeachtung der wirklich wichtigen Themen. Die Arbeitslosigkeit in Wien befindet sich auf Rekordhöhe. Und nun eine Preisfrage: Wie viele Pressaussendungen zum Thema hat Maria Vassilakou in den letzten fünf Jahren veröffentlicht, wie viele Aussagen hat sie dazu getätigt? Antwort A: 30, Antwort B: 15, Antwort C: 0. Die richtige Antwort ist C.
Der Kasperl hat dieser Tage übrigens Geburtstag. Wir wünschen ihm Alles Gute 😉

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s